Es ist natürlich blöd, wenn man sein ganzes Pulver schon im ersten Versuch vergeudet, aber ich bin auch noch nicht so lang dabei, wie der gute blair und kann nicht aus einem solchen Fundus laben. Ich hatte vergleichsweise tolle Gruppen mit tollen Kindern. Nervig, quängelig, arschlochmäßig...aber nie wirklich zum Verzweifeln. Zeichen meiner überlegenen gruppenleiterischen Fähigkeiten (ich übertreibe mal ganz dick), war der doppelte Gewinn des Ordnungswettbewerbes mit - und jetzt haltet euch fest - den großen Jungs im Alter von 14 bis 16 Jahren.
Wie dem auch sei, war jedoch mein erster Einsatz im Ferienlager direkt der schlimmste. Nicht weil ich unerfahren (das war ich) oder unsicher war (auch das war ich), sondern weil ich mit "Kevin" und "Ringo" ein Paar Freunde in der Gruppe hatte, die es faustdick hinter den Ohren hatten. Der eine war wohl 11, der andere 12 und sie kannten sich wirklich seit langer Zeit von daheim und Schule. Ich nehme an, sie waren auch da nicht die bravsten, aber sind die Eltern erstmal ausser Sicht, lässt es sich ja um so besser Stress machen. Hinzu kam, dass in der Nachbargruppe, mit der wir uns einen Bungalow teilten, ein noch schlimmerer Balg war und nun beharkten sich nun diese Typen andauernd. Dessen Gruppenleiter und mittlerweile Freund von mir, war übrigens auch das 1. Mal mit dabei und so schauten wir uns oft verständnislos an, was wir uns nur dabei gedacht hatten.
Gut war, dass in dem Alter das Interesse an Mädchen zu wachsen beginnt und es den Jungs peinlich war, wenn ich sie an die Hand nahm. Und so wanderte ich eben mit den zwei aggressivsten, wildesten und ungehobeltsten Unholden durch die Wälder...und plötzlich waren sie lammfromm und peinlich berührt. Süß!
Ein Jahr darauf traf ich Kevin und Ringo übrigens in einem Durchgang wieder, den ich für einen Abend besuchte. Wie freundlich sie doch plötzlich waren.
Der Blog zum Schwanzvergleich, denn Geschmäcker sind zwar verschieden aber nur bei diesen beiden Herren immer ansehnlich...möge an diesem Ort stets die bessere Idee, der schönere Link, die größere Brust gewinnen...
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Mittwoch, 10. März 2010
Freitag, 5. März 2010
Blairs 3 nervigste Kinder im Ferienlager (3/3)
Nun möchte ich zu meinem persönlichen Highlight der letzten zwanzig Jahre kommen. Die Namen, denn diesmal sind es zwei Kinder, sind selbstverständlich geändert, nennen wir die beiden einfach mal Schorsch und Nico.
Normalerweise ist es so, dass sich für jedes Fehlverhalten eine recht traurige Begründung finden lässt. (Missbrauch, Eltern geschieden, nur ein halbes Gehirn, nur ein halbes Gesicht et cetera) Nicht so bei Schorsch und Nico. Die Eltern waren nicht arm und die Jungs waren weder dumm noch hässlich sondern mit ihren 13 Jahren groß gewachsen (was mir später noch unangenehm auffallen sollte) und recht hübsch.
Aber, und hier begann das Problem, sie waren (und sind es sicher noch) das, was man im allgemeinen mit dem Wort "Arschloch" bezeichnet.
Arrogant, überheblich und leicht größenwahnsinnig.
Es begann schon damit, das beide sich nach dem Auspacken ihres Gepäcks vor die Schränke stellten und lauthals darüber philosophierten wieviel mehr wohl ihre riesige Turnschuhsammlung wert wäre im Bezug auf das gesamte Ferienlagerobjekt.
Und eines Abends war es dann soweit. Ich und Herr Köpke wurden von der Nachtwache gebeten in das Zimmer der großen Jungsgruppe zu gehen und dort bitte dafür zu sorgen das die Herrschaften, es war schon 22.30 Uhr, dann doch langsam "bettfertig" wurden.
Dort angekommen erblickte ich als erstes die beiden Idioten wie sie auf einem Bett lümmelnd auf zwei Playstation Portables gegeneinander Fußball spielten.
Nun, dann tat ich etwas das mir den Spaß am gesamten Restdurchgang nehmen sollte.
Ich schnappte mir die PSPs und nahm sie ihnen ab. Hätte ich besser lassen sollen denn nun rastete einer der beiden völlig aus. Er sprang auf, lief im Zimmer herum, zeterte und schimpfte und benutzte dabei inflationär das Wort "Alter" was mich nicht sonderlich beeindruckte. Ich erwiderte irgendetwas, ein Wort ergab das andere und schwups stand er plötzlich in zehn Zentimeter Entfernung drohend vor mir.
SEHR irritierender Moment. Ein 13jähriger Junge drohte mir mit Prügel. Und er war zwei Köpfe größer als ich. Ich hatte sicherlich keine Angst, was sollte schon passieren, aber die Situation hatte trotzdem etwas unangenehm bedrohliches.
Herr Köpke empfand ähnlich und stellte sich neben mich während er mit den Worten "Hey, hey" den Rüpel von mir weg schob.
Als wir das Zimmer verliessen begannen für mich die nervtötensten, ätzensten Tage die ich je im schönen Sachsen verbringen musste. Denn bei jeder sich bietenden Gelegenheit beschimpften mich nicht nur die beiden sondern die gesammte Gruppe, die sie mittlerweile auf ihre Seite gezogen hatten. Sie verbreiteten das irre Gerücht ich hätte mit meinem Ehering die Displays der Sony-Geräte zerkratzt; ich bin und war weder verheiratet noch trage ich Ringe. Und doch war ich für sie das Hassobjekt das ihre kleinen pubertätsverseuchten Gehirne brauchten. Es half nichts, kein gutes Zureden, kein Drohen, keine sachlichen Argumente. Ich, der Ringträger, war der Antichrist.
Die ganze Angelegenheit endete leider erst als auch der Durchgang endete.
Und seitdem nehme ich grundsätzlich keine grösseren Jungsgruppen mehr zur Betreuung an. Denn Diskussionen mit Pubertierenden sind einfach nicht mein Ding. Wenn ich unlogische, verrückte Argumente hören will schaue ich Talkshows in denen FDP-Mitglieder auftreten. Das reicht. Für immer.
Normalerweise ist es so, dass sich für jedes Fehlverhalten eine recht traurige Begründung finden lässt. (Missbrauch, Eltern geschieden, nur ein halbes Gehirn, nur ein halbes Gesicht et cetera) Nicht so bei Schorsch und Nico. Die Eltern waren nicht arm und die Jungs waren weder dumm noch hässlich sondern mit ihren 13 Jahren groß gewachsen (was mir später noch unangenehm auffallen sollte) und recht hübsch.
Aber, und hier begann das Problem, sie waren (und sind es sicher noch) das, was man im allgemeinen mit dem Wort "Arschloch" bezeichnet.
Arrogant, überheblich und leicht größenwahnsinnig.
Es begann schon damit, das beide sich nach dem Auspacken ihres Gepäcks vor die Schränke stellten und lauthals darüber philosophierten wieviel mehr wohl ihre riesige Turnschuhsammlung wert wäre im Bezug auf das gesamte Ferienlagerobjekt.
Und eines Abends war es dann soweit. Ich und Herr Köpke wurden von der Nachtwache gebeten in das Zimmer der großen Jungsgruppe zu gehen und dort bitte dafür zu sorgen das die Herrschaften, es war schon 22.30 Uhr, dann doch langsam "bettfertig" wurden.
Dort angekommen erblickte ich als erstes die beiden Idioten wie sie auf einem Bett lümmelnd auf zwei Playstation Portables gegeneinander Fußball spielten.
Nun, dann tat ich etwas das mir den Spaß am gesamten Restdurchgang nehmen sollte.
Ich schnappte mir die PSPs und nahm sie ihnen ab. Hätte ich besser lassen sollen denn nun rastete einer der beiden völlig aus. Er sprang auf, lief im Zimmer herum, zeterte und schimpfte und benutzte dabei inflationär das Wort "Alter" was mich nicht sonderlich beeindruckte. Ich erwiderte irgendetwas, ein Wort ergab das andere und schwups stand er plötzlich in zehn Zentimeter Entfernung drohend vor mir.
SEHR irritierender Moment. Ein 13jähriger Junge drohte mir mit Prügel. Und er war zwei Köpfe größer als ich. Ich hatte sicherlich keine Angst, was sollte schon passieren, aber die Situation hatte trotzdem etwas unangenehm bedrohliches.
Herr Köpke empfand ähnlich und stellte sich neben mich während er mit den Worten "Hey, hey" den Rüpel von mir weg schob.
Als wir das Zimmer verliessen begannen für mich die nervtötensten, ätzensten Tage die ich je im schönen Sachsen verbringen musste. Denn bei jeder sich bietenden Gelegenheit beschimpften mich nicht nur die beiden sondern die gesammte Gruppe, die sie mittlerweile auf ihre Seite gezogen hatten. Sie verbreiteten das irre Gerücht ich hätte mit meinem Ehering die Displays der Sony-Geräte zerkratzt; ich bin und war weder verheiratet noch trage ich Ringe. Und doch war ich für sie das Hassobjekt das ihre kleinen pubertätsverseuchten Gehirne brauchten. Es half nichts, kein gutes Zureden, kein Drohen, keine sachlichen Argumente. Ich, der Ringträger, war der Antichrist.
Die ganze Angelegenheit endete leider erst als auch der Durchgang endete.
Und seitdem nehme ich grundsätzlich keine grösseren Jungsgruppen mehr zur Betreuung an. Denn Diskussionen mit Pubertierenden sind einfach nicht mein Ding. Wenn ich unlogische, verrückte Argumente hören will schaue ich Talkshows in denen FDP-Mitglieder auftreten. Das reicht. Für immer.
Köpkes 3 nervigsten Kinder im Ferienlager (2/3)
Mein bis dato letztes Mal als Gruppenleiter und dann auch noch 10 Jungs zwischen 10 und 12 Jahren (...mal wieder). Was für ein nerviges Alter, denn sie sind genau zwischen "Kind sein" und "das erste Mal für Mädchen interessieren" hin und her gerissen. Es gab zwar einige Unruhestifter, aber alles halb so wild.
Er - dessen Namen ich wie so oft tatsächlich vergessen habe - war aber eher einer der ruhigen Jungs. Oder DER Ruhige (der Howie Dorough oder Lance Bass der Gruppe). Leider wurde er auch ab und zu geärgert, aber nichts Bedenkliches. Kurzum - mit ihm hätte man so gut wie keinen Stress gehabt, wenn...ja, wenn...
Er: "Gerhard...wieso ist in dem Fluss so wenig Wasser?" - "Gerhard...wieso gibt es heute Nudeln und keinen Reis?" - "Gerhard, wieso frage ich dich andauernd Sachen, die du nicht wissen kannst oder die total irrelevant sind?"
Ich: "ICH WEISS ES NICHT, herrgottsakrimentsverdammtnocheinmal! Frag mich etwas, was ich beantworten kann und beantworte nicht jeden Antwortversuch mit einer weiteren Frage, die ich genau so wenig zufriedenstellend beantworten kann."
Es hätte so schön sein können. Notiz an mich selber: Keine Kinder! Und wenn, dann stumme.
Er - dessen Namen ich wie so oft tatsächlich vergessen habe - war aber eher einer der ruhigen Jungs. Oder DER Ruhige (der Howie Dorough oder Lance Bass der Gruppe). Leider wurde er auch ab und zu geärgert, aber nichts Bedenkliches. Kurzum - mit ihm hätte man so gut wie keinen Stress gehabt, wenn...ja, wenn...
Er: "Gerhard...wieso ist in dem Fluss so wenig Wasser?" - "Gerhard...wieso gibt es heute Nudeln und keinen Reis?" - "Gerhard, wieso frage ich dich andauernd Sachen, die du nicht wissen kannst oder die total irrelevant sind?"
Ich: "ICH WEISS ES NICHT, herrgottsakrimentsverdammtnocheinmal! Frag mich etwas, was ich beantworten kann und beantworte nicht jeden Antwortversuch mit einer weiteren Frage, die ich genau so wenig zufriedenstellend beantworten kann."
Es hätte so schön sein können. Notiz an mich selber: Keine Kinder! Und wenn, dann stumme.
Donnerstag, 4. März 2010
Blairs 3 nervigste Kinder im Ferienlager (2/3)
Ein zweites Lieblingskind (im Grunde ist eine Liste von drei Personen wirklich mangelhaft, gäbe es doch hunderte Beispiele von nervigem Idiotismus), dessen Name nicht genannt werden darf, war wieder männlich und ungefähr 12 Jahre alt.
Sein Problem bestand darin das er nie zu irgendetwas Lust hatte. Stand ich Abends im Zimmer der Jungs und wurde gefragt was wir am nächsten Tag so unternehmen würden konnte ich mir zu 95 % sicher sein er würde auf "Eis essen, dann im Freibad baden gehen und dort später mit ein paar Ferngläsern den Nacktbadebreich beobachten wenn die Cheerleader sich sonnen." mit einem für ihn typischen "O Neeeeeeeeeeeee" reagieren.
Dabei saß er gern auf seinem Bett und liess die Schultern nach unten hängen. Gekleidet in einen blauen Froteeschlafanzug, gepeinigt durch einen sichtbaren Überbiss, gestraft durch eine Frisur die russische Armeerekruten hätte blass werden lassen. Um es kurz zu machen: Der Jammerlappen war nicht nur nervig sondern auch hässlich. Und nicht der Hellste. Um nicht zu sagen doof.
Und gerade Kinder wie er sind es immer wieder die mich davon abhalten als Gruppenleiter tätig zu werden. Ich habe genug mit meiner eigenen Motivation zu schaffen. Da brauche ich nicht noch jemanden der es sich zur Aufgabe gemacht hat professionell rumzujammern.
Sein Problem bestand darin das er nie zu irgendetwas Lust hatte. Stand ich Abends im Zimmer der Jungs und wurde gefragt was wir am nächsten Tag so unternehmen würden konnte ich mir zu 95 % sicher sein er würde auf "Eis essen, dann im Freibad baden gehen und dort später mit ein paar Ferngläsern den Nacktbadebreich beobachten wenn die Cheerleader sich sonnen." mit einem für ihn typischen "O Neeeeeeeeeeeee" reagieren.
Dabei saß er gern auf seinem Bett und liess die Schultern nach unten hängen. Gekleidet in einen blauen Froteeschlafanzug, gepeinigt durch einen sichtbaren Überbiss, gestraft durch eine Frisur die russische Armeerekruten hätte blass werden lassen. Um es kurz zu machen: Der Jammerlappen war nicht nur nervig sondern auch hässlich. Und nicht der Hellste. Um nicht zu sagen doof.
Und gerade Kinder wie er sind es immer wieder die mich davon abhalten als Gruppenleiter tätig zu werden. Ich habe genug mit meiner eigenen Motivation zu schaffen. Da brauche ich nicht noch jemanden der es sich zur Aufgabe gemacht hat professionell rumzujammern.
Samstag, 27. Februar 2010
Blairs 3 nervigsten Kinder im Ferienlager (1/3)
Wie sein Vornahme lautete habe ich vergessen, aber sein Nachname brannte sich unauslöschlich in meine Grosshirnrinde. So wie der Satz den er benutzte um mindestens 95 % aller Gespräche mit mir einzuleiten.
"Duhu, Thomas? Ich hab´da mal ´ne Frage!?"
Jaja, ich weiß, das klingt doch niedlich. Ist es aber nicht. Nicht ab dem zehnten Mal. Und eigentlich habe ich schon beim ersten Mal nicht grinsen können, denn der junge Mann um die 12 blickte dabei zu mir hoch, seine zu grosse Brille rutschte auf die Nasenspitze, er kniff die Augen zusammen und zog die Unterlippe hoch um eine Reihe spuckeglänzender Zähne freizulegen. Wenn er von weitem zu mir eilte war schon klar was kommen musste und ich gestehe, mehr Verachtung und Widerwillen habe ich selten gespürt.
Delikates Detail am Rande. Er war der älteste von drei, ebenfalls ausgesprochen hässlichen Kindern. Und der Dümmste. Aber auch seine beiden Brüder (einer davon in der Gruppe von Herrn Köpke) hatten so jeweils ihre Schwächen. Welche das genau waren weiß ich nicht mehr, aber keiner nervte so sehr wie er.
"Duhu, Thomas? Ich hab´da mal ´ne Frage!?"
Jaja, ich weiß, das klingt doch niedlich. Ist es aber nicht. Nicht ab dem zehnten Mal. Und eigentlich habe ich schon beim ersten Mal nicht grinsen können, denn der junge Mann um die 12 blickte dabei zu mir hoch, seine zu grosse Brille rutschte auf die Nasenspitze, er kniff die Augen zusammen und zog die Unterlippe hoch um eine Reihe spuckeglänzender Zähne freizulegen. Wenn er von weitem zu mir eilte war schon klar was kommen musste und ich gestehe, mehr Verachtung und Widerwillen habe ich selten gespürt.
Delikates Detail am Rande. Er war der älteste von drei, ebenfalls ausgesprochen hässlichen Kindern. Und der Dümmste. Aber auch seine beiden Brüder (einer davon in der Gruppe von Herrn Köpke) hatten so jeweils ihre Schwächen. Welche das genau waren weiß ich nicht mehr, aber keiner nervte so sehr wie er.
Donnerstag, 21. Januar 2010
Köpkes 3 nervigsten Kinder im Ferienlager (1/3)
Wer es noch nicht weiss: barley und ich sind öfter mal in einem Verein als Gruppenleiter im Kinderferienlager tätig (spätestens hier lasse ich stets eine Kunstpause, damit jeder, den ich dann kurzzeitig für einen Idioten halte, das obligatorische: "Damals im Ferienlager..." loslassen kann) und lassen uns da von schrecklichen tollen Kindern nerven erfreuen. Von jeweils 3 dieser Spezis wollen wir hier berichten (die Namen sind natürlich von uns geändert)...
Marcel:
Marcel - sein eigentlicher Name passte eigentlich viel besser zu seinem weichen, fast weiblichen Wesen - war damals 9 Jahre, wenn ich mich recht entsinne und war in meiner Gruppe von kleinen Jungs dabei. Die Spanne ging von 7 bis 9 Jahre, also gehörte er eigentlich zu den "Größeren" der Gruppe. Er war jedoch schon von der äußerlichen Erscheinung eher der Kleinste und mein Nesthäkchen. Er hatte ein Problem damit, sich über eine längere Zeit auf etwas zu konzentrieren, was ihm eben nicht gefiel. Socken anziehen oder duschen zum Beispiel. Also saß er dann 20 Minuten halb an- oder ausgezogen da und spielte lieber mit lebenden oder auch toten Motten (ich hoffe, er hat keine davon gegessen), anstatt das zu tun, worum ich ihn gebeten hatte und nachdem ich also genug Stress mit den anderen Rackern hatte und sie endlich versorgt hatte, musste ich mich noch einmal komplett um ihn kümmern - weil er natürlich nichts von dem getan hatte, worum ich ihn gebeten hatte. Ich hatte also eine Gruppe von 7 Kindern und eine Gruppe mit Marcel. Er war ein Einzelgänger und sah mich auch als alleinige Bezugsperson (das war hier und da sogar sehr süß und er war auch ein niedlicher, kleiner Blondschopf mit großen, blauen Kulleraugen). Ansonsten war er aber eher harmlos und hat so gut wie keinen Ärger bereitet...nur Kopfzerbrechen.
Marcel:
Marcel - sein eigentlicher Name passte eigentlich viel besser zu seinem weichen, fast weiblichen Wesen - war damals 9 Jahre, wenn ich mich recht entsinne und war in meiner Gruppe von kleinen Jungs dabei. Die Spanne ging von 7 bis 9 Jahre, also gehörte er eigentlich zu den "Größeren" der Gruppe. Er war jedoch schon von der äußerlichen Erscheinung eher der Kleinste und mein Nesthäkchen. Er hatte ein Problem damit, sich über eine längere Zeit auf etwas zu konzentrieren, was ihm eben nicht gefiel. Socken anziehen oder duschen zum Beispiel. Also saß er dann 20 Minuten halb an- oder ausgezogen da und spielte lieber mit lebenden oder auch toten Motten (ich hoffe, er hat keine davon gegessen), anstatt das zu tun, worum ich ihn gebeten hatte und nachdem ich also genug Stress mit den anderen Rackern hatte und sie endlich versorgt hatte, musste ich mich noch einmal komplett um ihn kümmern - weil er natürlich nichts von dem getan hatte, worum ich ihn gebeten hatte. Ich hatte also eine Gruppe von 7 Kindern und eine Gruppe mit Marcel. Er war ein Einzelgänger und sah mich auch als alleinige Bezugsperson (das war hier und da sogar sehr süß und er war auch ein niedlicher, kleiner Blondschopf mit großen, blauen Kulleraugen). Ansonsten war er aber eher harmlos und hat so gut wie keinen Ärger bereitet...nur Kopfzerbrechen.
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